Entwurf, CAD und Statik erfüllen verschiedene Aufgaben
Der Entwurf legt Nutzung, räumliche Anordnung und Gestaltung fest. Holzbau-CAD bildet Bauteile und Verbindungen zeichnerisch oder als räumliches Modell ab und kann die Abstimmung von Abmessungen und Schnittstellen unterstützen.
Die Holzbau-Statik untersucht Lasten, Tragfähigkeit, Verformungen und Aussteifung. Tragwerksplanung beziehungsweise Holzbauengineering verbindet das Tragkonzept mit Materialwahl und konstruktiven Details. Eine anschauliche Darstellung ist daher noch kein Nachweis der Tragfähigkeit.
Welche Bereiche zusammen geplant werden
Zur Konstruktion gehören nicht nur Balken und Stützen, sondern auch Verbindungen, Auflager und der Übergang zu Fundamenten oder bestehenden Gebäuden. Feuchteschutz und Wasserführung müssen früh berücksichtigt werden, damit empfindliche Anschlussbereiche nicht dauerhaft nass bleiben.
Je nach Nutzung kommen Anforderungen an Wärme-, Schall- und Brandschutz hinzu. Bei Aufstockungen, Überdachungen und Treppen unterscheiden sich die Planungsfragen deutlich.
Welche Grundlagen Sie zusammentragen können
Halten Sie Nutzung, Projektort, ungefähre Maße, vorhandene Unterlagen und gewünschte Materialien fest. Bei einem Bestandsprojekt gehören bekannte Schäden und frühere Änderungen dazu. Offene Punkte sollten sichtbar bleiben, damit Annahmen nicht versehentlich als gesicherte Bestandsangaben weiterverwendet werden.
Danach können Entwurf und Tragkonzept aufeinander abgestimmt und die Schnittstellen zu anderen Bauteilen geklärt werden. Über Kontakt können Sie den Planungsbedarf schildern; das Portal bietet keine eigene Planungsleistung oder Softwareberatung an.
Warum allgemeine Zeichnungen keine Bemessung ersetzen
Bauteilabmessungen, Befestigungen und Auflager müssen zu Lasten, Spannweiten, Material und Einbausituation passen. Eine Konstruktion aus einem anderen Projekt lässt sich deshalb nicht allein anhand ähnlicher Außenmaße übertragen.
Bei bestehenden Holzkonstruktionen können verdeckte Schäden und unbekannte Verbindungen maßgeblich sein. Die Schadensanalyse erläutert, weshalb eine individuelle Untersuchung der Planung vorausgehen kann.